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Auf Zukunft gebaut

Verantwortlicher Autor: Raimund Förg Graben - Neudorf, 30.05.2017, 11:14 Uhr
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Graben - Neudorf [ENA] HeKa Herzog GmbH wird alleinige Mieterin in einem Bürogebäude, das technisch in die Zukunft weist. Dabei kann die Mieterin Einfluss auf die Gebäudeausstattung nehmen und dadurch ihr Produkt-Portfolio nicht nur stärken, sondern auch deutlich erweitern. Zudem im eigentlichen Fokus stand auch eine Gebäude mit Enerieeinsparungen zu planen und dabei die Kosten nicht aus den Augen zu verlieren.

Vor zwei Jahren entschloss sich das Unternehmen seine Standorte in und um Graben – Neudorf zusammen zulegen, um Synergien zu bündeln. Dazu musste die bisherige Produktion für Kunststofffenster und Türen, sowie die Aluminium Produktion ausgegliedert werden. Das neue Domizil, an der Huttenheimer Landstraße 2, wurde mit neuster Produktionstechnik des Systemlieferanten Schüco ausgestattet.

Da ein Betrieb ohne Verwaltung nicht funktioniert, wurde im vergangenen Jahr mit dem Bau des Verwaltungsgebäudes begonnen. Die Planung des Gebäudes wurde schon richtungsweisend zur Erweiterung des eigenen Produkt-Portfolios vertieft, ohne den Blick auf Energieeinsparung zu verlieren. So wird der Wärmebedarf von einer zentralen Heizungsanlage aus der Produktionsstätte vorab gedeckt. Aktuell wird geprüft, ob die Energie auch über Wärmetauscher aus Erdwärme gewonnen werden kann. Zur Kühlung des Gebäudes ist ohnehin eine Brunnenbohrung vorgesehen.

Durch ein sogenanntes oberflächennahe Bauteilkerntemperierung System, wird das Gebäude eine Grundtemperierung, auch Kühlung, erhalten, die dann vom Arbeitsplatz aus um jeweils drei Kelvin positiv als auch negativ eingestellt werden kann. Dieses System gewinnt bei vergleichbaren Projekten immer mehr an Gewichtung und wird in Zukunft die Berechtigung von Wandheizkörpern deutlich schwächen. Kälte und Wärme hat den Naturgesetzen folgend, besondere Einflüsse von außen. Die Sonneneinstrahlung ist dabei ein wesentlicher Faktor. Dabei ist auch die Spiegelung am IT Arbeitsplatz nicht unwesentlich. Diese Faktoren haben die besondere Aufmerksamkeit auf SAGEGLASS gelenkt.

Ein zukunftsweisendes Verglasung System, das von Saint Gobain mitentwickelt wurde und auf dem deutschen Markt neu angeboten wird. Was lag da näher, wenn ein klassisches Fensterbauunternehmen seine Verglasung der Zukunft im eigenen Verwaltungsgebäude zum Einsatz bringt. Gleichzeitig wurde eine Kooperation geschlossen, die das Produkt-Portfolio HeKa erweitert. Der Neubau, der Hauptverwaltung, ist ein klassisches Stahlbeton Bauwerk und bedarf einer wärmedämmenden Fassade. Bislang, so berichtete der Geschäftsführer Hans-Dieter Herzog, war das Unternehmen auf Füllen von Löchern in Gebäuden mit Fensterflächen fokussiert.

Das soll auch weiterhin so sein. Eine moderne, zeitgemäße Fassade solle das neue Gebäude zieren. Fasziniert von den Fassaden vieler Porsche Zentren wurde der Kontakt zum Fassadenhersteller TRIMO geknüpft. Dessen Fassadensystem kann auf Grund seiner hohen Wärmedämmung die Ansprüche aus der EnEV, Energieeinsparverordnung, erfüllen. Da fiel auch diese Entscheidung zu dem System leicht, da man gleichzeitig auch hier eine Kooperation knüpfte, um in Zukunft auch komplette geschlossene Fassaden anbieten kann. Zukunftsorientiertes bauen, Erweiterung des Produkt-Portfolios, ein Unternehmen wie HeKa entwickelt sich dadurch weiter. Wir bleiben gespannt, wie wir bis zur Fertigstellung des Gebäudes noch technisch überrascht werden.

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